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„Aufsuchen, besuchen, versuchen – Jugendliche im Vogelsberg arbeiten mit“

Kanutaufe im Projekt des Jobcenter Vogelsbergkreis

Sondermannhalle – Neue Arbeit Vogelsberg vor dem Stapellauf mit 2 Jugendlichen des Projektes  
Sondermannhalle vor dem Stapellauf mit 2 Jugendlichen des Projektes

Am 15.08. war es wieder soweit: ein weiteres Kanu, in der Neue Arbeit Vogelsberg von Jugendlichen mit viel Geschick, Ausdauer und Können in Handarbeit und ohne Vorkenntnisse gebaut, konnte seine Jungfernfahrt am Forellenteich bei Udenhausen starten. Bewegung, Abenteuerlust, Mut zum Aufbruch, Ausdauer, das, was man landläufig mit einem Kanu verbindet, haben die jungen Leute tatkräftig unter Beweis gestellt.
Unterstützt durch Pädagogen und Fachanleiter der Neue Arbeit Vogelsberg, die seit mehr als 15 Jahren engagiert und motiviert mit und für benachteiligte Menschen arbeitet und neue Wege in Arbeit und Gesellschaft über Qualifizierung und Beschäftigung ermöglicht, haben die Teilnehmer das Projekt, welches die Neue Arbeit Vogelsberg gGmbH im Auftrag des Jobcenters durchführt, ein Kanu gebaut. Der Name des Projektes ‚Aufsuchen, besuchen, versuchen – Jugendliche im Vogelsberg arbeiten mit‘, macht im wahrsten Sinne des Wortes die Hintergrundphilosophie dieser Aktion begreifbar. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Landes Hessen und des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Der Bau eines Kanu ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ganz praktische Kompetenzen und Erfahrungen wie handwerkliche Sorgfalt, Arbeitsorientierung, Kooperationsfähigkeit, Geduld, Ausdauer und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu erarbeiten.

 Sondermannhalle – Neue Arbeit Vogelsberg vor dem Stapellauf mit 2 Jugendlichen des Projektes  Sondermannhalle – Neue Arbeit Vogelsberg vor dem Stapellauf mit 2 Jugendlichen des Projektes
 Am Eventteich in Udenhausen   …und es ist seetauglich…

Die Erkenntnisse der Neuen Arbeit aus der Vielzahl von durchgeführten Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen ist, dass sich die Menschen -egal welchen Alters- nichts mehr zutrauen, wenn sie schon lange arbeitslos waren oder aber nach dem Schulabschluss gar nicht erst den Sprung in eine Ausbildung geschafft haben. Oft genug geht der Sinn des Lebens und Selbstwertgefühl verloren. Ganz zu schweigen vom eigenen Antrieb, an der Situation etwas zu ändern.

Die Erfahrung, etwas gut zu können, auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen zu können und dabei an Selbstsicherheit zu gewinnen, ist in vielen Fällen der notwendige erste Schritt. Hier setzt die Philosophie der Neuen Arbeit Vogelsberg in der fachlichen und pädagogischen Begleitung an: durch wertschätzende Beschäftigung, ein offenes Ohr und eine kontinuierliche Qualifizierung trägt sie zur Integration der vom sozialen und kulturellen Ausschluss bedrohten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei.
Nachdem im Projekt erst einmal die Startschwierigkeiten überwunden waren, konnte man förmlich staunen, wie aus einer Bauanleitung, Skizzen, Sperrholzplatten, Hartholzbrettern, Schrauben, reichlich PU-Leim, Harz, Härter und üblichen Handwerkszeugen ein Kanu entstand. Es gab so manche Klippe zu umschiffen: die erste Hürde war das Vokabular. Im Bootsbau gänzlich unerfahren mussten von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Begriffe wie Helling, Mallen, Innen- und Außenweger geklärt werden, Arbeitsschritte mussten abgestimmt, Skizzen verstanden und Konflikte um die ‚richtige’ Vorgehensweise gelöst werden.
Manches erwies sich im Nachhinein als Sackgasse und musste dann wieder ausgebessert werden. In der Sondermannhalle, in der die Bauabteilungen der Neue Arbeit Vogelsberg in den Baubereichen ausbilden, beschäftigen und qualifizieren, war genügend Platz, das Kanu -immerhin mit einer Länge von fast 5Metern- zu bauen und zu bearbeiten.
In diesem Sinne passen die stolzen und zufriedenen Gesichter der jungen Leute – sie haben es geschafft.

Vorankündigung